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Eine grüne Stadt

Eine grüne Stadt

Die Entwicklung der Grünanlagen in Szczecin ist mit der Stadtgeschichte untrennbar verbunden. Ab Mitte des 19.

Jahrhunderts wurde Szczecin, die eine Festungsstadt war, zu einer sich räumlich schnell erweiternden Stadt. Die Notwendigkeit des Stadtausbaus war der Auslöser für eine planmäßige Stadtentwicklung, in der den Grünflächen eine große Aufmerksamkeit galt. Eine ähnliche Tendenz zeichnete sich in ganz Europa ab, wo die Idee der „Gartenstadt“ aufgegriffen wurde. Die Anlage von so vielen und so großen Grünflächen war der Großzügigkeit der damaligen Industriellen, der gebürtigen Stettiner möglich, die viel für die Begrünung der Stadt spendiert haben. Der bekannteste unter ihnen war Martin Quistorp, Eigentümer von vielen Fabriken und Besitzer von mehreren Tausend Hektar großen Flächen um die Stadt herum. Er initiierte den Bau des Stadtviertels Pogodno in seiner villenartigen Form. Aber die bekanntesten Grünanlagen, die ohne finanzielle Unterstützung von Quistorp nicht hätten entstehen können, sind der Quistorp-Park (heute Park Kasprowicza) und die Quistorp-Aue (heute Jasne Błonia).
Eine weitere Visitenkarte von Szczecin, die gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, ist die Haken-Terrasse (heute Wały Chrobrego). Der wichtigste Ideengeber für den Umbau der ehemaligen Festungsgebiete war der damalige Oberbürgermeister der Stadt, Hermann Haken. Auf den Anhöhen, die früher typische Militärfunktionen hatten, wurden repräsentative Gebäude erbaut und ihre Umgebung schön begrünt. Heute kann man die schönen Eichen in der Zygmunt-Stary-Straße und der Szczerbcowa Straße bewundern.
Eine besonders interessante und in der Stadt größte Konzentration von verschiedenen Pflanzenarten ist der Hauptfriedhof, der eine Fläche von über 168 ha einnimmt. Die Landschaftsarchitekten haben die Pflanzen so ausgesucht (415 Baum- und Straucharten), dass die vorhandenen Klima- und Oberflächenvoraussetzungen genutzt werden.
Die Waldgebiete innerhalb der Stadtgrenzen sind ein weiteres Symbol, ein Markenzeichen von Szczecin. Sie nehmen eine Fläche von knapp 3 000 ha ein. Das größte Waldgebiet heißt Eckenberger Wald (heute Las Arkoński) Bis Ende des 19. Jahrhunderts war das ein Naturwald mit Waldwegen. Dank den Spenden der Familie Quistorp wurden die naturbelassenen Waldgebiete erschlossen und in einen Vorstadtpark umgewandelt.
Der zweitgrößte Waldpark liegt am Glambeck-See (heute Głębokie). Er nimmt eine Fläche von 350 ha ein. Ähnlich wie der Eckerberger Wald ist der Waldpark Głębokie auch ein Mischwald. Die wichtigste Attraktion ist eine Badestelle am Glambeck-See.

 

Ostseetage

Segelschiffe, Feuerwerk- und Graffitifestival, Künstlerboulevard, Konzerte – das sind kurz zusammenfassend Ostseetage 2008.
Es ist schon eine lange Tradition, das Markenzeichen der Stadt – auf diese Reihe von Veranstaltungen warten jedes Jahr die Bewohner von Szczecin, und es kommen auch Touristen aus dem In- und Ausland. Der Veranstaltungsort ist immer wieder derselbe – die wunderschöne Szenerie der Hakenterrasse (Wały Chrobrego). Es ist der repräsentative Teil der Stadt, bestehend aus einer Aussichtsterrasse, von der aus sich ein weites Panorama auf das Ostufer der Oder, die Hafenkanäle und auf die Inseln Grodzka, Bielawa und Łasztownia ausbreitet. Seit dem letzten Jahr finden viele Veranstaltungen der Ostseetage auf der Łasztownia-Insel statt, und die Wahl hat sich perfekt während The Tall Ship’s Races bewährt. Das Programm der Ostseetage ist immer reich an Events für unterschiedliche Geschmäcker des Publikums. In der langen Geschichte dieser Veranstaltung gaben ihre Konzerte in Szczecin solche weltberühmte Stars wie Deep Purple und Pat Metheny und natürlich auch polnische Sängerinnen und Sänger u.a. Kayah, Lady Punk und Bajm.