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Wie ist der Arbeitsmarkt im polnisch–deutschen Grenzraum?

Wie ist der Arbeitsmarkt im polnisch–deutschen Grenzraum?

In Deutschland werden Architekten und Bauingenieure, in Polen dagegen Installateure am meisten gesucht. Bei uns gibt es mehr Studienabsolventen aber westlich der Grenze wird immer noch besser verdient. Das sind nur einige Schlußfolgerungen aus dem Treffen zum Thema Arbeitsmarkt im polnisch-deutschen Grenzraum, das in Pasewalk stattfand.

Im Laufe des Treffens wurden Untersuchungsergebnisse zum Thema Arbeitsmarkt beiderseits der Grenze vorgestellt. Die Analyse umfasste das polnisch-deutsche Wirtschaftsgebiet rund um Szczecin und berücksichtigte sechs deutsche und sechs polnische Verwaltungseinheiten aus den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, sowie aus der Wojewodschaft Zachodniopomorskie. Das untersuchte Gebiet wird von fast 1,3 Mio. Menschen bewohnt, wovon ca. 775 Tsd. Personen an der polnischen Seite leben.

„ Die Analyse der Arbeitskräfteverfügbarkeit im polnisch-deutschen Grenzraum“ wurde durch Pasewalk im Auftrag des Bundesministeriums für Kommunikation, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen des Modellprogramms „ Demografische Änderungen – Region schafft Zukunft“ durchgeführt.  In der Analysepräsentation und in der Diskussion danach beteiligten sich u. a. Vertreter des Bundesministeriums für Bau und Stadtentwicklung, Vertreter Szczecins mit dem Stadtpräsidenten an der Spitze, Landräte aus Uecker-Randow, Ostvorpommern, Uckermark, die Landräte aus Goleniów, Stargard Szczecinski, Police, Bürgemeister aus den Städten Pasewalk, Anklam, Ueckermünde, Torgelow, Straßburg, Police, Vertreter der Arbeitsämter aus Polen und Deutschland, Hochschulvertreter.

Das Untersuchungsgebiet wird  immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen. Ein politisches Instrument, das die Bedeutung dieses Regions fördert, ist das von den Städten Pasewalk, Anklam, Prenzlau und Szczecin angeregte Regionalwirtschaftsnetz „PAPS“. Die durchgeführte Analyse soll hauptsächlich den Investoren dienen, die neue Arbeitsplätze schaffen wollen oder schon funktionierende Firmen ausbauen möchten und dazu konkrete Informationen brauchen, wie sich der Arbeitsmarkt darstellt und vor allem welche Möglichkeiten es gibt, entsprechende Fachkräfte zu gewinnen.

Die gefertigte Analyse hat eine besondere Bedeutung vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ab 30 April 2011 der deutsche Arbeitsmarkt für polnische Bürger geöffnet werden wird.